Homeoffice gibt Arbeitnehmer*innen viele Freiheiten. Doch das vermeintlich gemütliche Arbeiten am Sofa oder im Bett ist nicht nur bzgl. der Work-Life-Balance nicht zu empfehlen, sondern kann auch gesundheitliche Folgen haben. 

Eine aktuelle Studie von Aeris hat herausgefunden, dass 64% der Menschen im DACH-Raum, die im Homeoffice arbeiten, dadurch an gesundheitlichen Problemen leiden:

Statistik zu gesundheitlichen Problemen im Homeoffice
© Aeris GmbH

 

Das ist nicht nur ein Problem für die Arbeitnehmer*innen, sondern auch für die Unternehmen. Denn wer krank ist, kann nicht arbeiten. Lt. besagter Studie sind Rückenschmerzen für jeden 10. Fehltag verantwortlich. Vor diesem Hintergrund wäre es eine lohnende Investition für Unternehmen, den Mitarbeitenden die Kosten für die Einrichtung eines gesunden Homeoffice-Arbeitsplatzes zu ersetzen.

 

Die wichtigsten Aspekte für einen gesunden Arbeitsplatz im Homeoffice

1. Ergonomische Sitzposition

Dein Tisch und Dein Stuhl sollten so zusammenpassen, dass sie sich an Deinen Körper anpassen. Optimal ist eine Sitzposition, in der deine Beine und deine Arme einen rechten Winkel bilden. Du solltest möglichst aufrecht sitzen, mit einem geraden Rückgrat. 

Damit Nacken und Schultern nicht verspannen, solltest Du auch Deinen Bildschirm bzw. LapTop entsprechend positionieren. Dein Kopf sollte beim Blick darauf weder zu stark nach unten noch nach oben geneigt sein. Optimal ist ein leicht gesenkter Blick. Dafür ist es manchmal nötig, den LapTop oder Bildschirm höher zu stellen. Um Deine Augen zu schonen, sollte der Bildschirm ca. 50 – 70 cm von Dir entfernt stehen.

 

karrierebibel.de gibt noch viele weitere, hilfreiche Tipps zum ergonomischen Arbeitsplatz

 

2. Für Abwechslung sorgen

Auch ergonomisch gesundes Sitzen kann nach 8 Stunden Arbeit eine monotone Belastung für den Körper sein. Daher solltest Du Deine Sitzposition gelegentlich verändern, um Deinen Rücken zu entlasten. Weiters gibt es zahlreiche klassische und innovative Möglichkeiten, um Bewegung in Deinen Arbeitsalltag zu bringen:

  • Wechsle gelegentlich zu einem Steharbeitsplatz. Höhenverstellbare Schreibtische oder Tischaufsätze machen es möglich.
  • Nutze einen beweglichen Bürohocker, auf dem Deine Rückenmuskulatur im Sitzen ständig kleinere Ausgleichsbewegungen machen muss.
  • Verwende ein “Mini-Fahrrad”, dass du unter Deinen Tisch stellen kannst, um während dem Arbeiten in die Pedale zu treten.

 

3. Das richtige Licht

Auch Deine Augen werden beim Arbeiten mit dem Bildschirm stark beansprucht. Hier hilft richtiges Licht: Vermeide es, den Bildschirm direkt vor ein Fenster zu stellen oder das Fenster genau hinter dir zu haben. Die eine Variante blendet, die andere verursacht unangenehme Reflexionen am Bildschirm. Optimal ist eine seitliche Ausrichtung zum Fenster.

In vielen Büros kommen Tageslichtlampen zum Einsatz. Sie imitieren Sonnenlicht und sorgen so dafür, dass wir wach und aufmerksam sind. Schummriges Licht hingegen macht müde. Generell sollte der Arbeitsplatz gut ausgeleuchtet sein, indirekte Beleuchtung ist hier am angenehmsten.

 

4. Mach mal Pause

Während die meisten Menschen im Büro ganz automatisch gemeinsam mit den Kolleg*innen Pausen machen, muss man im Homeoffice sehr bewusst darauf achten. Gerade dann, wenn Du hochkonzentriert bist, vergehen die Stunden ansonsten im Fluge – und Deine Gesundheit leidet darunter. Stell Dir einen Pausen-Wecker oder gewöhne Dich an fixe Pausenzeiten.

Nutze Deine Pausen, um Dich zu bewegen oder zumindest eine entspannende Position einzunehmen. Bleibe auf keinen Fall an Deinem Arbeitsplatz sitzen, sondern gehe eine kleine Runde spazieren, mache ein kurzes Work-out oder trinke Deinen Kaffee einfach im Stehen. So kann sowohl Dein Körper als auch Dein Geist zwischendurch ein wenig entspannen.

In den Pausen solltest Du außerdem Deinen Arbeitsplatz lüften – der frische Sauerstoff sorgt dafür, dass Du weiterhin konzentriert arbeiten kannst.

 

5. Ausreichend Trinken, Essen nur in den Pausen

Besonders an stressigen Tagen mit vielen To-Dos oder Meetings vergisst man schnell darauf, ausreichend zu trinken. Mach dir morgens einfach gleich eine ganze Kanne Tee oder stell dir einen Krug mit Wasser bereit – so kannst Du immer wieder kontrollieren, ob du ausreichend Flüssigkeit zu dir genommen hast.

Das gilt aber nicht fürs Essen. Das solltest Du Deiner Gesundheit zuliebe bewusst in Deinen Pausen genießen. Neben dem Arbeiten schnell mal einen Snack zu sich zu nehmen oder die Schüssel mit den Schoko-Keksen am Schreibtisch stehen zu haben, verlockt zu unbewusstem Essen. Dadurch kaust Du weniger und belastest Deine Verdauung. Außerdem nimmst Du so meist mehr Kalorien zu Dir. 

 

6. Auch die psychische Gesundheit zählt

Viele Menschen fühlen sich im Homeoffice einsam und haben Probleme damit, Arbeit und Privates zu trennen. Achte also darauf, wie Du Dich fühlst und versuche, etwas für Dein Wohlbefinden zu tun. Das kann z.B. ein Video-Meeting mit den Lieblingskolleg*innen sein, in denen ihr einfach plaudert oder auch ein gut strukturierter Alltag sein. Versuche herauszufinden, was Dir persönlich gut tut!

Viele weitere Tipps für das Arbeiten im Homeoffice, z. B. “Humor im Homeoffice” oder “Tipps für mehr Produktivität und Konzentration im Homeoffice” findest Du in unserer Blogreihe: Homeoffice & New Work

 

Hat Dir dieser Artikel gefallen? Dann abonniere unseren Blog und verpasse keinen neuen Beitrag mehr!

 

 

Wie hat dir dieser Beitrag gefallen?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 2

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil dir dieser Beitrag gefallen hat:

Teile ihn in deinen sozialen Netzwerken und folge uns für weitere Informationen rund um Digital Fundraising!

Es tut uns leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here