#9 Führung von Remote Teams

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Ortsunabhängiges Arbeiten hat zahlreiche Vorteile: zeitaufwändiges, teures und umweltschädigendes Pendeln fällt weg, Mitarbeiter sind produktiver und flexibler und dadurch insgesamt zufriedener und gesünder. Führungskräfte sollten bei der Leitung von Remote-Teams aber ein paar Dinge beachten, damit diese Vorteile auch zum Tragen kommen. Damit diese Herausforderung gelingt, geben wir Dir hier ein paar Tipps für Führungskräfte:

Tipp Nr. 1: Kontrolliere lieber Ergebnisse statt Menschen

Ein häufiges Vorurteil beim Arbeiten im Homeoffice ist es, dass dann niemand mehr arbeitet. Doch wer seine Angestellten nicht vertrauensvoll und guten Gewissens zuhause arbeiten lassen kann, hat ganz andere Probleme. Dann wurden bereits im Recruiting Fehler gemacht oder das Thema Mitarbeitermotivation vernachlässigt. Außerdem kann auch niemand im Büro zu 100 % sicherstellen, dass jeder immer arbeitet: Anwesenheit ist nicht gleich Leistung!

Deswegen kontrollieren wir lieber die Ergebnisse, als unsere Mitarbeiter. Es ist weder möglich, noch notwendig, Arbeitszeit vollständig und lückenlos zu überprüfen. Viel wichtiger ist uns, dass die Leistung passt und unser Team erfolgreich zusammenarbeitet. Unsere CFO und Gründerin Mirjam Maier hat das im Interview mit Getremote auf den Punkt gebracht: „(…) unser Produkt, die FundraisingBox, feiert dieses Jahr 10-jähriges Jubiläum und ist damit sehr erfolgreich. Das funktioniert nur mit einem Team, das auch was leistet. Dabei ist uns aber die tatsächliche Arbeitszeit nicht wichtig, sondern das Ergebnis. Wichtige Schlüsselelemente dafür sind klare Strukturen, klare Ziele, Absprachen, Transparenz und Vertrauen und die sollten in jedem Unternehmen grundlegend sein.“

Tipp Nr. 2: Kenne Dein Team und führe es bewusst

Obwohl das eigentlich für jede Führungskraft – ob remote oder nicht – gelten sollte, wird dieser Aspekt oft vernachlässigt. Teamführung sollte nicht nebenbei passieren, sondern aktiv und bewusst. Dafür ist es wichtig, dass Du die Personen in Deinem Team gut kennst und Dich auf sie fokussierst. So kannst Du jeden Mitarbeiter individuell fördern und motivieren. Menschen möchten sich einbringen und von sich aus gute Leistungen erbringen. Ein Umfeld, das nicht kontrolliert und straft, sondern Freiraum lässt und die Motivation fördert, holt das Beste aus Deinen Mitarbeitern heraus.

Um das zu erreichen, solltest Du Dir als Führungskraft auch einmal Zeit fürs Zwischenmenschliche nehmen. Mache gemeinsame Remote-Kaffeepausen und plaudere mit Deinen Kollegen. Frage aktiv danach, wie es ihnen geht und erzähle von Dir selbst. Bringe Dich so ins Team ein, dass Du Teil davon bist und nicht der gefürchtete Chef, der das große Schweigen auslöst, wenn er die (virtuelle) Kaffeeküche betritt.

Tipp Nr. 3: Steuere Dein Team über die Verteilung konkreter Aufgaben

Klare Strukturen und eindeutige Arbeitsanweisungen sind das A & O jedes erfolgreichen Teams. Im Grunde ist es wie auf einem Segelschiff: der eine bedient das Großsegel, der andere das Vorsegel, einer den Anker, einer steuert und der Kapitän sorgt für richtiges Timing und behält das Ziel im Auge. Delegiere Aufgaben an Deine Mitarbeiter und sei dabei so klar wie möglich. Verständliche Formulierungen, transparente Kommunikation und erreichbare Zielsetzungen helfen Deinen Angestellten, ihre Arbeit erfolgreich zu erledigen. Auch die Einteilung und Zuweisung konkreter Projekte ist hilfreich, um dem Team Struktur zu geben. Dabei ist ein Projektmanagementtool wie z. B. Asana richtig nützlich.

Und vergiss nicht: beurteile die Leistung Deiner Mitarbeiter über den Output. Um beim Segelschiff zu bleiben: Es tut eigentlich nichts zur Sache, ob der Steuermann den Autopiloten einschaltet und ein Päuschen einlegt – solange der Kurs beibehalten wird und das Schiff erfolgreich seinen Bestimmungsort erreicht.

Tipp Nr. 4: Fördere eine offene und transparente Kommunikation im Team

Damit jedes Teammitglied weiß, wohin das Schiff segeln soll, ist eine offene und transparente Kommunikation unerlässlich. Denn dadurch kann jeder Mitarbeiter seine eigene Arbeit in das „große Ganze“ einordnen und den Wert seiner Arbeit bei der Erreichung der Unternehmensziele deutlich erkennen. Außerdem beugt Transparenz dem Chaos vor: Es ist besonders in Remote-Teams wichtig immer zu wissen, woran Kollegen arbeiten oder schon gearbeitet haben und mit wem was besprochen wurde. Das fördert natürlich auch die Effizienz im Team.

Tipp Nr. 5: Fixe Strukturen und „SMARTe“ Ziele

Unsere langjährige Remote-Erfahrung hat uns gezeigt, dass klare Strukturen für das ortsunabhängige Arbeiten sehr wichtig sind. Dazu zählen wir z. B. eine klare und nachvollziehbare Dokumentation der Anforderungen, Aufgabengebiete und Zuständigkeiten. Außerdem sollten Ziele immer „SMART“ formuliert werden. Diese Abkürzung steht für: spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch, terminiert. Was genau hinter diesen Wörtern steckt, kannst Du hier nachlesen: SMART

Außerdem treffen wir uns mindestens einmal wöchentlich zu einer festgelegten Zeit mit dem gesamten Team im Video-Call. Dort gibt jeder Mitarbeiter ein kurzes Update zu seinem Arbeitsbereich und es ist natürlich auch Zeit um sich untereinander auszutauschen und besser kennenzulernen.

Mitarbeiter im Homeoffice führen

Remote-Teams stecken voller Vorteile, die dem Potential der Mitarbeiter viel Raum zur Entfaltung lassen. Damit das gelingt, sei Dir als Führungskraft nochmal gesagt: vergiss die Stechuhr, beurteile Ergebnisse und kümmere Dich um einen motivierenden und transparenten Umgang im Team. So führst Du Dein Unternehmen zum Erfolg – ganz ohne Büro.

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